Pelletieranlage für Dinkelspelz
» Lichtensteinmühle, Wolfgang Frech
Bevor Dinkel zu Mehl verarbeitet werden kann, muss das Getreide "entspelzt" werden, denn das Korn ist von einem strohigen Schutz umgeben, der Spelz genannt wird und nicht für die menschliche Ernährung verwertet werden kann.
Die Lichtensteinmühle verarbeitet jährlich ca. 4.000 t Dinkel, von denen 1.200 t Dinkelspelz anfallen, was ca. 200 LKW-Ladungen (40 t) entspricht. Zur Zeit bezieht die Mühle 1500 t Dinkel aus der Region, von denen 500 t Spelz anfallen. Der Dinkelspelz ist sehr leicht und besteht zu einem großen Anteil aus Rohfaser. In kleinen Mengen wird der Spelz von den Landwirten zurückgenommen und als Einstreu verwendet oder mit Mist und Gülle kompostiert.
Die in der Mühle anfallenden Mengen wurden bisher an Futtermittelfirmen oder Biogasanlagen geliefert. Durch Gesetzesänderungen erhalten allerdings Biogasanlagebesitzer ab 2005 eine höhere Strompreisvergütung , wenn sie nur eigene Rohstoffe in die Anlage einbringen, so dass die Abnahme aus dem Bereich Biogasanlagen wegfallen wird. Durch die niedrigen Futtergetreidepreise haben die Futtermittelfirmen angekündigt, weniger Spelz abzunehmen, da das Futtergetreide dann rentabler wird als Spelz, dessen Nachteil u.a. die hohen Transportkosten sind (leicht und hohes Volumen).
Durch diese Umstände wird der Dinkelspelz für die Lichtensteinmühle zum großen Kostenfaktor, da Lagerkapazitäten belegt werden und eine Entsorgung durch den Komposthof teuer wäre.
Herr Frech möchte versuchen, das Problem durch innovative Lösungen in den Griff zu bekommen. Er möchte eine Pelletieranlage anschaffen, die das Volumen des Spelzes um ein vielfaches reduzieren und eine Verwertung sowie den Transport der Spelzen vereinfachen würde.
Die Landwirtinnen und Landwirte sowie die Mühle würden von einem verbesserten Betriebsablauf und einer geordneten Verwertung profitieren.
Kontakt:
Mühlengenossenschaft Römerstein
Herr Klinkenberg
Burgstr. 5
72587 Römerstein
Tel.: 07382- 462


