Ausbau der Inneren Kelter Metzingen zum Verkaufs- und Weinproberaum
» Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen eG
Die Weingärtnergenossenschaft der Stadt Metzingen hat über 175 aktive Mitglieder, die gemeinsam eine Fläche von ca. 36 ha in Metzingen und Neuhausen bewirtschaften. Es gibt noch einen im Haupterwerb tätigen Winzer.
Bisher vermarktet die Winzergenossenschaft den überwiegenden Teil des Weines (88%) über den Großhandel, den Einzelhandel und die regionale Gastronomie. Die restlichen 12% werden direkt vermarktet. Ziel der Weingärtner ist es nun, den Anteil aus dem Direktverkauf langfristig auf mindestens 25% zu steigern, um damit auch eine Umsatzsteigerung zu erreichen.
Bisher steht den Weingärtnern eine der sieben alten Keltern der Stadt Metzingen für die Lagerung und den Verkauf des Weines zur Verfügung. Der provisorische Verkaufsraum ist zur Zeit 10 Stunden in der Woche geöffnet. Hier werden alle Weine und Spezialitäten wie Sekt und Likör verkauft. Weinproben werden in einem Raum durchgeführt, der lediglich Veranstaltungen in sehr begrenztem Rahmen (ca. 10 Personen) zulässt.
Um intensiv in die Direktvermarktung einsteigen zu können, wollen die Weingärtner nun einen wesentlich erweiterten und attraktiven Verkaufsraum mit einer guten Möglichkeit für Weinproben errichten. Hierfür soll die Kelter, deren Ambiente bisher eher dem einer Lagerhalle gleicht, zum attraktiven Verkaufs- und Weinproberaum ausgebaut werden. Der neue Verkaufsraum wird täglich geöffnet sein, insgesamt doppelt solange wie der alte (20 Stunden).
Die Umbaumaßnahmen an der Kelter belaufen sich insbesondere auf folgende Posten: Einbau von Außenfenstern und Außentüren (57.201,81 EUR), Einbau des Verkaufsraums (81.353,60 EUR), Ausbau der Galerie für Weinproben (15.622,75 EUR), Installation und Kauf der Heizungsanlagen (37.898,96 EUR) sowie Elektroinstallationen (37.716,85 EUR). Als Baukosten fallen im Jahr 2003 181.034,48 EUR, im Jahr 2004 70.689,66 EUR an.
Die Winzer werden weitere regionale REGIONEN AKTIV / PLENUM-Streuobstspezialitäten aus dem Ermstal wie getrocknete Früchte, Schnäpse und Liköre sowie sonstige geeignete regionale Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Außerdem werden sie im Zuge des Ausbaus der Direktvermarktung ihre Werbeaktivitäten vor allem im Bereich der Fabrikverkäufe, aber auch für die regionale Kundschaft ausweiten. Schließlich verpflichten sie sich, in einem ersten Schritt 0,1 ha Fläche auf ökologischen Weinbau umzustellen und weitere Naturschutzmaßnahmen im Weinberg wie zum Beispiel Insektenverwirrungsmaßnahmen (vollständiger Ersatz der Insektizide) durchzuführen.
Um die Baumaßnahmen durchführen zu können, müssen die Winzer ein Erbbaurecht an der Kelter haben. Das ist auch Voraussetzung für unsere Förderung. Die Stadt Metzingen hat dies schriftlich zugesichert: Der Erbbaupachtvertrag wird in den nächsten Wochen unterschrieben. Die Bewilligung erfolgt erst dann, wenn das Erbbaurecht besteht.
Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für die regionale Vermarktung besonders der Ermstalprodukte und bietet das Potenzial, Fabrikverkaufsgästen aus dem ganzen Land regionale Weine und Obstprodukte attraktiv anbieten zu können.
Kontakt:
Max Hagmeyer (Geschäftsführer)
Talstr. 26
72585 Riederich
Tel.: 07123/34876, 41715


