Felsfreistellung entlang des Albtraufs und Einrichtung eines Mittelwaldes

» Gemeinde Lichtenstein

Die Felsen im oberen Echaztal auf der Gemarkung Lichtenstein sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen wie beispielsweise Wanderfalke, Alpenbockkäfer, Pfingstnelke und Trauben-Steinbrech. Ferner sind die Felsen für das Landschaftsbild von großer Bedeutung.
Auf der Gemarkung der Gemeinde Lichtenstein befinden sich zahlreiche dieser wertvollen Felsen. In den letzten Jahren wuchsen viele Felsen jedoch aufgrund fehlender Pflege und der Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung zu.

Diesem Zustand möchte die Gemeinde Lichtenstein in diesem Jahr aktiv begegnen. In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Lichtenstein, den Naturschutzbehörden sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden vor Ort sollen die zugewachsenen Felsen im Herbst wieder freigestellt werden. Die Bäume und Sträucher an den Felsen werden in sehr schwierigen Geländeverhältnissen sachgerecht entfernt.   

Die Gemeinde möchte zur Durchführung der Arbeiten die Mitarbeiter des Forstamtes Lichtenstein sowie für die gefährlichen Felspartien die Bergwacht oder das Technische Hilfswerk (THW) beauftragen. Kosten fallen für Geräte (Nutzungsgebühr Hacker, Motorsäge, Schlepper) und Löhne an. 

Vor Beginn der Maßnahmen werden für die derzeit ausgewählten Felsen, z.B. den Gießstein und die Felsen im Zellertal, zusammen mit verschiedenen Experten detaillierte Einsatzpläne abgesprochen.

Die Gemeinde Lichtenstein sieht die Pflegemaßnahmen als Auftakt einer dauerhaften Felsenpflege. Nach der Freistellung wird die Gemeinde regelmäßig mit eigenen Kräften den Bewuchs nieder halten.

Darüber hinaus ist die Einrichtung eines Mittelwaldes unterhalb des Wollefelsens im Zellertal geplant. Diese historische Nutzungsform wurde früher zur Gewinnung von Brennholz und Bauholz betrieben. Einzelne Bäume werden alle 60-80 Jahre zur Nutzung als Bauholz umgetrieben und die restlichen Bäume alle 20-30 Jahre zur Restholznutzung auf den Stock gesetzt. Auf diese Weise entsteht eine sehr struktur- und artenreiche Waldform. Nach der Einrichtung eines Niederwaldes bei Eningen, zweier Hutewälder bei Ödenwaldstetten und Münsingen-Trailfingen wäre dies die dritte historische Waldnutzungsform im Landkreis Reutlingen, die für die Öffentlichkeit sehr informativ wäre.   

Das Projekt ist zu befürworten, da es positive Auswirkungen auf den Naturschutz, den sanften Tourismus und das Landschaftsbild hat. Zudem wird das mit PLENUM-Mitteln 2001 geförderte Landschaftspflegekonzept konsequent weiter umgesetzt.


-------------------------------------------------------

Suchfunktion:

   

Barrierefreiheit:

Mehr Informationen zu barierrefreiem Webdesign

Unsere Partner:

Logo - Landkreis Reutlingen

 

Logo - Plenum im Kreis Reutlingen

 

 

Logo - Verbraucherforum - RT

Seite empfehlen zu Favoriten